· 

Helfende Hände gesucht

Amphibienschutz ist eine aufwändige Handarbeit. Diese Erfahrung konnten wir Helfer*innen heuer im Frühling entlang der Greifensteiner Straße machen.

Im Frühjahr wandern Kröten, Frösche, Lurche und Salamander zu ihren Laichgewässern, um dort ihre Eier abzulegen. Sie suchen jedes Jahr die Gewässer auf, in denen sie sich selbst vom Ei zur Kaulquappe und weiter zum Frosch oder zur Kröte gewandelt haben. Und so waren sie auch heuer wieder zahlreich von Ende Februar bis Ende März trotz Trockenheit und kühler Abendtemperaturen in Altenberg unterwegs.

 

Dass die Erdkröten bei ihrer Wanderung bis weit über 1000 Meter von ihren Sommer- und Winterplätzen kommend zurücklegen, das hat uns staunen lassen. Auch die Treffsicherheit mit der die Tiere punktgenau zu ihrem angestammten Gewässer gelangen ist bewundernswert. Es gibt wohl immer noch keine schlüssige Erklärung für diese navigatorische Fähigkeit.

Womit Kröten, wie auch andere Amphibien auf ihrer Wanderung nicht rechnen können, das sind Straßen. Während der Abende, an denen wir heuer Kröten und Fröschen über die Straße helfen durften, wurde ganz deutlich erfahrbar, wie vorsichtig die Tiere sind und wie verletzlich gleichzeitig wenn sie einmal den ersten Sprung auf den Asphalt gewagt haben.

 

Ja, es gibt natürlich Krötenzäune und wir haben erzählt bekommen, dass vor Jahren schon eine engagierte Altenberger*in jeden Frühling solche Zäune aufgestellt und betreut hat. Dieses Jahr, war es jedoch zu kurzfristig und überraschend um noch Zäune zu organisieren.

Unsere engagierte Gruppe hat bereits Kontakt zur sehr hilfsbereiten Straßenmeisterei aufgenommen und für nächstes Jahr einen konkreten Plan und konkrete Verantwortlichkeiten entwickelt.

Es wird somit im Frühjahr 2022 einen Krötenzaun vom Gasthaus Ohnewas bis zum Ortseingang geben St. Andrä geben. Mit Fangkübeln und hoffentlich einem Helfer*innen Team das dann für die Zeit der Wanderung zweimal täglich die Kübel entleert.

Um mitzutun, sind Vorkenntnisse nicht zwingend nötig. Die Saison erstreckt sich in der Regel über zwei bis drei Monate, mit dem Höhepunkt im März/April. Für alle die mitmachen wollen wird es jedenfalls eine fachkundige Einführung geben.

Um mitzutun, sind Vorkenntnisse nicht zwingend nötig.

Für alle die gerne Kröten und Frösche in die Hand nehmen wollen, ist der Zeitraum für das Ausleeren der Kübel am interessantesten. Dieser erstreckt sich über ca. 3 Wochen im März/April.

 

Es ist hilfreich, wenn Helfer*innen an mehreren Tagen dabei sein können, aber auch, wer einmal oder zweimal Zeit hat, ist herzlich willkommen.

 

Kontakt:

Lis Knogler lis.knogler@biovest.at oder

Folgert Duit folgert.duit@gmail.com

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Bäume für die Zukunft

Wir sind eine parteiunabhängige Initiative von Bürger*innen aus St. Andrä-Wördern, die sich für das Pflanzen, Schützen und Erhalten von Groß-Bäumen engagiert.

Baumpatenschaft

Haben Sie den Wunsch, einen Baum in Ihr ­näheres Lebensumfeld einzuladen und sich für eine Zeit um sein Wohlergehen zu kümmern? Hier erfahren Sie mehr!

Mitweltoasen

Mitweltoasen sind niederschwellige, naturnahe und lebendige Begegnungsorte. Erfahren Sie hier, wie Sie Mitweltoasen gestalten und unterstützen können.